Praxis Dr. Katmer
Gesetzlich Versicherte Patienten - Privatpatienten und Selbstzahler
Post-COVID / Post-VAC Syndrom
Patienteninformation: Post-COVID- & Post-VAC-Syndrom
Viele Patientinnen und Patienten berichten nach einer COVID-19-Infektion oder nach einer COVID‑Impfung über anhaltende oder neu aufgetretene Beschwerden. Diese können Wochen bis Monate andauern und werden als Post-COVID-Syndrom (Long COVID) bzw. Post-VAC-Syndrom bezeichnet.
Was ist das Post-COVID-Syndrom?
Von einem Post-COVID-Syndrom spricht man, wenn Symptome länger als 12 Wochen nach einer durchgemachten COVID‑19‑Infektion bestehen bleiben und nicht anders erklärbar sind.
Häufige Beschwerden bei Post-COVID
- Ausgeprägte Müdigkeit / Erschöpfung (Fatigue)
- Leistungsabfall, schnelle Erschöpfbarkeit
- Konzentrations- und Gedächtnisstörungen („Brain Fog“)
- Kurzatmigkeit, Atemnot
- Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen
- Muskel‑ und Gelenkschmerzen
- Kopfschmerzen, Schwindel
- Schlafstörungen
- Depressive Verstimmung, Angst
- Störungen des Geruchs‑ oder Geschmackssinns
- Magen‑Darm‑Beschwerden
Was ist das Post-VAC-Syndrom?
Beim Post-VAC-Syndrom treten ähnliche Beschwerden nach einer COVID‑Impfung auf, die zeitlich mit der Impfung in Zusammenhang stehen und länger anhalten.
Mögliche Beschwerden bei Post-VAC
- Chronische Erschöpfung
- Neurologische Symptome (Kribbeln, Benommenheit, Konzentrationsstörungen)
- Herz‑Kreislauf-Beschwerden (Herzrasen, Blutdruckschwankungen)
- Muskel‑ und Gelenkschmerzen
- Kopfschmerzen
- Schlafstörungen
- Allgemeines Krankheitsgefühl
Mögliche Ursachen (vereinfachte Darstellung)
Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig geklärt. Diskutiert werden unter anderem:
- Fehlregulation des Immunsystems
- Anhaltende Entzündungsprozesse
- Durchblutungsstörungen der kleinsten Gefäße (Mikrozirkulation)
- Oxidativer Stress
- Mitochondriale Funktionsstörungen (Energiegewinnung der Zellen)
- Belastung durch Umwelttoxine oder Schwermetalle
- Störungen des vegetativen Nervensystems
Ganzheitliche und integrative Therapieansätze
Die Behandlung erfolgt individuell und orientiert sich an den bestehenden Beschwerden sowie an Labor‑ und Befundkonstellationen.
Mögliche therapeutische Ansätze können sein:
🔹 Ozontherapie
- Verbesserung der Sauerstoffverwertung
- Unterstützung der Mikrozirkulation
- Modulation des Immunsystems
- Entzündungshemmende Effekte
🔹 Infusions‑ und Mikronährstofftherapie
- Hochdosiertes Vitamin C
- Glutathion
- NAD+ / NADH
- Magnesium
- Aminosäuren
- Alpha‑Liponsäure
Ziel: Unterstützung der Zellenergie, Reduktion von oxidativem Stress und Stabilisierung des Nervensystems.
🔹 Detox- und Ausleitungsverfahren
- Unterstützung der körpereigenen Entgiftung
- Schwermetall‑Chelat‑Therapie
- ME2.Vie‑System
🔹 Regulation des vegetativen Nervensystems
- Prokain‑Basen‑Infusionen
- Entspannungs‑ und Regenerationskonzepte
🔹 Naturheilkundliche Verfahren
- Eigenbluttherapie
- Schröpfen / Hijama
- Ergänzende phytotherapeutische Konzepte
Wichtig zu wissen
- Post-COVID und Post-VAC sind ernstzunehmende Krankheitsbilder.
- Die Beschwerden sind real und nicht „psychisch eingebildet“.
- Eine frühzeitige, individuell abgestimmte Therapie kann den Verlauf positiv beeinflussen.
- Geduld und ein multimodaler Behandlungsansatz sind entscheidend.
Unser Ansatz in der Praxis
In unserer Praxis verfolgen wir einen ganzheitlichen, integrativen Therapieansatz, der moderne Medizin mit bewährten naturheilkundlichen Verfahren verbindet. Ziel ist es, die Selbstregulationskräfte des Körpers zu unterstützen und die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.
Gerne beraten wir Sie persönlich und erstellen ein individuelles Therapiekonzept.
Das Immunsystem – verständlich erklärt
Das Immunsystem ist das körpereigene Abwehrsystem. Es schützt uns vor Viren, Bakterien und anderen Fremdstoffen. Normalerweise reagiert es gezielt, beendet die Abwehr nach überstandener Infektion und kehrt in einen Gleichgewichtszustand zurück.
Man unterscheidet vereinfacht:
- Angeborenes Immunsystem (schnelle, unspezifische Abwehr)
- Erworbenes Immunsystem (gezielte Antikörper- und T-Zell-Antwort)
Ein gesundes Immunsystem ist gut reguliert: Es ist aktiv, wenn es nötig ist – und ruhig, wenn die Gefahr vorbei ist.
Was passiert bei Post-COVID und Post-VAC?
Bei Post-COVID- und Post-VAC-Syndromen scheint diese feine Regulation gestört zu sein.
Aktuelle Erkenntnisse zeigen unter anderem:
- Das Immunsystem bleibt überaktiv, obwohl keine akute Infektion mehr vorliegt
- Es kann zu einer fehlgeleiteten Immunantwort kommen
- Entzündungsprozesse halten länger an als normal
- Teile des Immunsystems reagieren dauerhaft alarmiert
Dies kann erklären, warum Betroffene sich fühlen, als seien sie „ständig krank“, erschöpft oder entzündet.
Die Rolle des Spike-Proteins
Das Spike-Protein ist ein Oberflächenprotein des SARS-CoV-2-Virus. Es ermöglicht dem Virus, an menschliche Zellen anzudocken.
- Bei einer COVID-19-Infektion wird das Spike-Protein vom Virus selbst gebildet
- Bei einer COVID-Impfung wird dem Körper die Bauanleitung für das Spike-Protein gegeben, damit das Immunsystem gezielt Antikörper bilden kann
Bei den meisten Menschen wird das Spike-Protein rasch erkannt, neutralisiert und abgebaut.
Mögliche Probleme im Zusammenhang mit dem Spike-Protein
Bei einigen Betroffenen wird diskutiert, dass:
- Spike-Proteine länger im Körper verbleiben könnten
- Das Immunsystem dadurch dauerhaft stimuliert wird
- Entzündungen der Gefäße und kleinsten Blutbahnen (Mikrogefäße) entstehen können
- Autoimmunähnliche Reaktionen ausgelöst werden
Dies ist ein möglicher Erklärungsansatz für Symptome wie:
- Fatigue und Leistungseinbruch
- Konzentrationsstörungen („Brain Fog“)
- Herz-Kreislauf-Beschwerden
- Muskel- und Nervenschmerzen
Warum reagiert nicht jeder gleich?
Jeder Mensch hat ein individuelles Immunsystem. Einflussfaktoren sind unter anderem:
- Genetische Veranlagung
- Vorbestehende Entzündungen oder chronische Belastungen
- Mikronährstoffmängel
- Belastung durch Umweltgifte oder Schwermetalle
- Stress, Schlafmangel und hormonelle Faktoren
Diese Faktoren können erklären, warum manche Menschen vollständig genesen, während andere länger an Beschwerden leiden.
Ziel der integrativen Behandlung
Der therapeutische Ansatz zielt darauf ab:
- Das Immunsystem zu beruhigen und zu regulieren (nicht zu unterdrücken)
- Chronische Entzündungen zu reduzieren
- Die Zellenergie (Mitochondrien) zu unterstützen
- Die Durchblutung und Sauerstoffversorgung zu verbessern
- Die körpereigene Entgiftung zu fördern
Was erwarten wir von unterstützenden Behandlungen?
Unterstützende Behandlungen bei Post-COVID- und Post-VAC-Syndromen verfolgen realistische und medizinisch sinnvolle Ziele. Es geht dabei nicht um ein schnelles „Heilen“, sondern um eine schrittweise Verbesserung der körperlichen Regulationsfähigkeit.
Realistische Therapieziele können sein:
- Spürbare Reduktion von Erschöpfung (Fatigue)
- Verbesserung von Belastbarkeit und Leistungsfähigkeit im Alltag
- Abnahme von Konzentrations- und Gedächtnisstörungen
- Stabilisierung des vegetativen Nervensystems (weniger Herzrasen, Schwindel)
- Reduktion von chronischen Entzündungsprozessen
- Verbesserung von Schlafqualität und Regeneration
- Allgemeine Steigerung der Lebensqualität
Was unterstützende Therapien leisten können – und was nicht
Was möglich ist:
- Unterstützung des Körpers bei der Selbstregulation
- Entlastung eines überaktiven oder fehlregulierten Immunsystems
- Verbesserung der Zellenergie (Mitochondrienfunktion)
- Reduktion von oxidativem Stress
- Förderung von Durchblutung und Sauerstoffversorgung
Was nicht versprochen werden kann:
- Eine sofortige oder vollständige Heilung
- Ein identischer Therapieerfolg bei allen Patienten
- Eine alleinige Lösung ohne aktive Mitarbeit des Patienten
Warum die Behandlung Zeit braucht
Post-COVID- und Post-VAC-Beschwerden entstehen meist durch komplexe Regulationsstörungen, die sich über Wochen oder Monate entwickelt haben. Entsprechend benötigt auch die Stabilisierung Zeit.
Häufig zeigt sich der Verlauf so:
- Erste Stabilisierung (z. B. weniger Schwankungen, etwas mehr Energie)
- Langsame, aber kontinuierliche Verbesserung
- Bessere Belastbarkeit im Alltag
Rückschritte sind möglich und bedeuten nicht, dass die Therapie wirkungslos ist.
Die Rolle der Patientinnen und Patienten
Der Therapieerfolg wird positiv beeinflusst durch:
- Geduld und realistische Erwartungen
- Ausreichenden Schlaf und Pausen
- Angepasste körperliche Aktivität (keine Überforderung)
- Stressreduktion
- Ausgewogene Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr
Unser ärztlicher Ansatz
Wir begleiten Sie strukturiert und individuell. Die Therapie wird regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst. Ziel ist es, den Körper wieder in ein Gleichgewicht zu führen, nicht Symptome zu unterdrücken.
Wichtige Laborparameter zur Verlaufsbeurteilung
Bei Post-COVID- und Post-VAC-Syndromen sind Standardlaborwerte häufig unauffällig. Für die Verlaufskontrolle sind daher funktionelle und immunologische Parameter besonders relevant. Nicht jeder Wert ist bei jedem Patienten sinnvoll – die Auswahl erfolgt individuell.
Immunologische Parameter
🔹 TH1 / TH2-Balance
Die TH1- und TH2-Antwort beschreibt zwei unterschiedliche Steuerungsrichtungen des Immunsystems:
- TH1-Dominanz: eher entzündlich, zelluläre Immunantwort
- TH2-Dominanz: eher humorale Antwort, Antikörperproduktion
Bei Post-COVID und Post-VAC findet sich häufig eine Imbalance, die zu chronischer Entzündung oder Fehlregulation führen kann.
➡️ Ziel im Verlauf: Annäherung an eine ausgeglichene Immunantwort
🔹 Zytokine (Entzündungsbotenstoffe)
Zytokine steuern Entzündungs- und Immunprozesse. Besonders relevant sind:
- Interleukin-6 (IL‑6)
- Interleukin-1β (IL‑1β)
- Tumornekrosefaktor alpha (TNF‑α)
- Interferon‑γ
Erhöhte Werte können auf eine anhaltende Immunaktivierung hinweisen.
➡️ Ziel im Verlauf: Rückgang proinflammatorischer Zytokine
🔹 Autoantikörper / GPCR-Antikörper
Bei einem Teil der Patienten lassen sich sogenannte G‑Protein-gekoppelte Rezeptor-Antikörper (GPCR-Antikörper) nachweisen.
Diese können:
- das vegetative Nervensystem beeinflussen
- Durchblutungsstörungen begünstigen
- Herzfrequenz- und Blutdruckregulation stören
Relevante GPCR-Antikörper sind z. B.:
- β1- und β2-Adrenozeptor-Antikörper
- Muskarinische Rezeptor-Antikörper
➡️ Ziel im Verlauf: Abnahme oder Stabilisierung der Antikörperaktivität
Entzündungs- und Gefäßparameter
- CRP (hochsensitiv)
- Ferritin
- Fibrinogen
- D‑Dimere
- Von-Willebrand-Faktor
Diese Parameter geben Hinweise auf:
- niedriggradige chronische Entzündung
- Gerinnungs- und Mikrozirkulationsstörungen
Zelluläre Energie & oxidativer Stress
🔹 Mitochondriale Funktion (indirekte Marker)
- Laktat / Pyruvat-Quotient
- Coenzym Q10
- Carnitin
🔹 Oxidativer Stress
- Glutathion (GSH/GSSG)
- Nitrotyrosin
- Malondialdehyd (MDA)
➡️ Ziel im Verlauf: Verbesserung der zellulären Energieproduktion
Mikronährstoffe mit immunologischer Relevanz
- Vitamin D
- Vitamin B12 / Folat
- Zink
- Selen
- Magnesium
- Omega‑3-Fettsäuren
Mängel können die Immunregulation zusätzlich beeinträchtigen.
Verlaufskontrolle – was ist entscheidend?
- Nicht einzelne Laborwerte, sondern Trends im Verlauf
- Kombination aus klinischer Symptomverbesserung und Laborentwicklung
- Regelmäßige Reevaluation und Anpassung der Therapie
Wichtig zu wissen
Nicht alle genannten Parameter sind Teil der gesetzlichen Standarddiagnostik. Die Auswahl erfolgt individuell nach ärztlicher Einschätzung.
Hinweis: Die genannten Laborparameter dienen der ärztlichen Orientierung und ersetzen keine individuelle Diagnostik oder Therapieentscheidung.
Post-COVID oder Post VAC Syndrom Unterstützung
Schröpfen-Hijama-Hacamat
Wie kann Hijama bei Post-COVID helfen?
Entgiftung des Körpers: Durch das Schröpfen wird das Blut an spezifischen Stellen „gereinigt“, was die Entfernung von Stoffwechselabfällen und möglicherweise verbleibenden Entzündungsstoffen fördern kann. Hilft dabei, die Belastung des Immunsystems zu reduzieren.
Verbesserung der Durchblutung: Hijama regt die Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Gewebe an, was die Regeneration und Heilung fördern kann. Kann bei Symptomen wie Muskelschmerzen, Kopfschmerzen oder Erschöpfung helfen.
Stärkung des Immunsystems: Hijama soll das Lymphsystem aktivieren und die Immunfunktion unterstützen, was bei anhaltender Immunschwäche nach COVID-19 hilfreich sein kann.
Stressreduktion und Entspannung: Post-COVID geht oft mit psychischen Belastungen wie Stress, Angst oder Schlafstörungen einher. Hijama kann eine beruhigende Wirkung auf das Nervensystem haben.
Linderung von Entzündungen: Schröpfen kann entzündliche Prozesse im Körper reduzieren, die häufig eine Rolle bei Long-COVID spielen.
Mögliche Anwendungsgebiete bei Post-COVID
Chronische Müdigkeit (Fatigue): Unterstützung bei der Wiederherstellung der Energie. Kopfschmerzen und Migräne: Linderung durch gezielte Schröpfpunkte.
Muskelschmerzen und Verspannungen: Verbesserung der Durchblutung und Lockerung der Muskeln.
Atemwegsbeschwerden: Unterstützung der Lungenfunktion durch Schröpfen auf dem oberen Rücken.
Stressbedingte Symptome: Förderung der mentalen Entspannung.
Wie wird Hijama bei Post-COVID durchgeführt?
Schröpfpunkte: Die Punkte werden individuell gewählt, oft entlang des Rückens, Nackens oder der Beine, je nach Symptomen.
Nass-Schröpfen (Hijama): Es wird eine kleine Menge Blut abgenommen, um stagnierendes Blut oder Giftstoffe zu entfernen.
Trockenes Schröpfen: Falls ein schonender Ansatz bevorzugt wird, werden nur Sauggläser verwendet, ohne Blutentnahme.
Wichtig zu beachten
Fachkundige Durchführung: Hijama sollte nur von erfahrenen Therapeuten durchgeführt werden, die medizinische Kenntnisse haben und hygienische Standards einhalten.
Integration in die Therapie: Hijama sollte nicht als alleinige Behandlung, sondern in Kombination mit medizinischer Betreuung erfolgen.
Individuelle Beratung: Vor der Anwendung sollten mögliche Kontraindikationen (z. B. Gerinnungsstörungen oder schwere Erkrankungen) ausgeschlossen werden.
Fazit
Hijama kann eine unterstützende Therapie bei Post-COVID-Syndrom sein, insbesondere zur Linderung von Fatigue, Muskelschmerzen, Kopfschmerzen und allgemeiner Erschöpfung. Eine Kombination aus Hijama, moderner Medizin und weiteren Naturheilverfahren könnte den Heilungsprozess bei Post-COVID optimal fördern.
Ozontherapie
Die Ozontherapie ist ein alternatives medizinisches Verfahren, das oft bei Post-COVID-Syndrom (Long-COVID) eingesetzt wird, um den Heilungsprozess zu unterstützen und die Symptome wie Fatigue, Entzündungen oder Atemprobleme zu lindern.
Was ist die Ozontherapie?
Bei der Ozontherapie wird eine spezielle Form von Sauerstoff (Ozon, O₃) verwendet, um den Körper zu stimulieren und die Heilungsprozesse zu fördern. Ozon hat nachweislich entzündungshemmende, antivirale und durchblutungsfördernde Eigenschaften, die insbesondere bei Post-COVID nützlich sein können.
Wie kann Ozon bei Post-COVID helfen?
Verbesserung der Sauerstoffversorgung: COVID-19 kann die Sauerstoffaufnahme beeinträchtigen, z. B. durch Lungenschäden oder chronische Atemnot. Ozon erhöht die Sauerstofftransportfähigkeit des Blutes, was die Geweberegeneration fördert und Müdigkeit lindert.
Reduktion von Entzündungen: Chronische Entzündungen, die bei Long-COVID häufig vorkommen, können durch Ozon reduziert werden, da es entzündungshemmend wirkt.
Immunmodulation: Ozon stärkt das Immunsystem, ohne es zu überaktivieren, was besonders wichtig bei einer Dysregulation des Immunsystems nach COVID-19 ist.
Entgiftung und Regeneration: Ozon unterstützt die Entgiftung des Körpers, da es freie Radikale neutralisiert und die Mitochondrien (Energiekraftwerke der Zellen) aktiviert. Dies hilft besonders bei Erschöpfungszuständen (Fatigue).
Unterstützung der Lungenfunktion: Ozon kann bei Atemproblemen durch seine durchblutungsfördernden und antimikrobiellen Eigenschaften helfen.
Einsatzbereiche bei Post-COVID
Die Ozontherapie kann helfen bei:
Chronischer Müdigkeit (Fatigue): Verbesserung der Energiebereitstellung in den Zellen.
Atemproblemen: Unterstützung der Regeneration geschädigter Lungengewebe.
Kopfschmerzen oder neurologischen Symptomen: Verbesserung der Durchblutung im Gehirn.
Muskelschmerzen und Verspannungen: Förderung der Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Muskeln.
Immunschwäche: Stärkung der Immunfunktion und Unterstützung der Selbstheilungskräfte.
Anwendungen der Ozontherapie
Große Eigenbluttherapie (GET): Dem Patienten wird eine kleine Menge Blut entnommen, mit Ozon angereichert und anschließend in die Vene zurückgegeben. Diese Methode ist besonders wirksam zur ganzheitlichen Regeneration.
Kleine Eigenbluttherapie: Ähnlich wie die große Eigenbluttherapie, jedoch wird weniger Blut verwendet und meist subkutan injiziert.
Ozon-Injektionen: Lokale Injektionen, z. B. bei Muskelschmerzen oder entzündlichen Beschwerden.
Rektale Insufflation: Ozon wird über den Darm verabreicht, um die Schleimhäute zu stimulieren und den Körper systemisch zu unterstützen.
Vorteile der Ozontherapie bei Post-COVID
Nicht-invasiv und gut verträglich, wenn von einem qualifizierten Therapeuten durchgeführt.
Kombinierbar mit anderen medizinischen und naturheilkundlichen Verfahren.
Wirkt systemisch, sodass mehrere Symptome gleichzeitig adressiert werden können.
Vorsichtsmaßnahmen
Die Therapie sollte nur von qualifiziertem medizinischem Personal durchgeführt werden.
Kontraindikationen wie Gerinnungsstörungen, Schwangerschaft oder bestimmte Lungenerkrankungen sollten ausgeschlossen werden.
Es handelt sich um eine komplementäre Therapie und sollte nicht als Ersatz für eine medizinische Behandlung verwendet werden.
Fazit
Die Ozontherapie bietet vielversprechende Möglichkeiten, die Beschwerden des Post-COVID-Syndroms zu lindern, insbesondere bei Fatigue, Atemproblemen und chronischen Entzündungen. In der Praxis von Dr. Katmer könnte Ozon ein integrativer Bestandteil der Behandlung sein, um die Regeneration und Lebensqualität der Patienten zu fördern.
Infusionen
Warum Infusionstherapien bei Post-COVID?
Nach einer COVID-19-Infektion können der Körper und das Immunsystem geschwächt sein. Häufig treten Nährstoffmängel, chronische Entzündungen und oxidative Schäden auf. Infusionen bieten folgende Vorteile:
Direkte Aufnahme: Die Wirkstoffe umgehen den Verdauungstrakt und stehen dem Körper sofort zur Verfügung.
Höhere Dosierungen: Nährstoffe können in Mengen verabreicht werden, die mit oralen Präparaten nicht erreichbar sind.
Schnelle Wirkung: Besonders hilfreich bei akuten Erschöpfungszuständen oder Entzündungen.
Infusionstherapien für Post-COVID
Hier sind die häufigsten Infusionen, die bei Post-COVID zum Einsatz kommen könnten:
1. Vitamin-C-Hochdosis-Infusion
Wirkung: Starke antioxidative Wirkung, reduziert oxidative Schäden durch COVID-19. Fördert das Immunsystem und unterstützt die Kollagenbildung (wichtig für Gewebeheilung).
Einsatz: Bei Fatigue, Immunschwäche, Entzündungen oder Muskelschmerzen.
2. Multivitamin-Infusionen
Inhalt: Kombination aus Vitaminen der B-Gruppe (B1, B6, B12), Vitamin D, Vitamin E und Mineralstoffen (Magnesium, Zink, Selen).
Wirkung: Stärkt das Nervensystem, fördert die Energieproduktion und unterstützt den Zellstoffwechsel.
Einsatz: Bei Erschöpfung, Konzentrationsproblemen und allgemeiner Schwäche.
3. Magnesium-Infusion
Wirkung: Entspannt die Muskeln, reduziert Stress und fördert die Energieproduktion in den Zellen.
Einsatz: Bei Muskelschmerzen, Krämpfen, Stresssymptomen und Schlafstörungen.
4. Glutathion-Infusion
Wirkung: Starkes Antioxidans, das die Entgiftung des Körpers unterstützt und Entzündungen reduziert. Hilft, die Zellen vor oxidativen Schäden zu schützen.
Einsatz: Bei Fatigue, oxidativem Stress und geschwächtem Immunsystem.
5. Zink-Infusion
Wirkung: Unterstützt die Immunfunktion und fördert die Wundheilung.
Einsatz: Bei Immunschwäche, wiederkehrenden Infekten oder langsamer Genesung.
6. Eisen-Infusion
Wirkung: Behebt Eisenmangel und verbessert die Sauerstoffversorgung im Körper.
Einsatz: Bei Müdigkeit, Schwäche und Atemproblemen durch Eisenmangel.
7. NADH-Infusion (Nikotinamidadenindinukleotid)
Wirkung: Fördert die Energieproduktion in den Zellen (Mitochondrien). Unterstützt die kognitive Funktion und reduziert Fatigue.
Einsatz: Bei chronischer Müdigkeit und Konzentrationsproblemen.
8. Aminosäure-Infusionen
Wirkung: Unterstützen den Muskelaufbau, die Geweberegeneration und das Immunsystem.
Einsatz: Bei Muskelschwäche, Erschöpfung und nach längerer Bettlägerigkeit.
9. Kurkumin-Infusion
Wirkung: Stark entzündungshemmend und antioxidativ.
Einsatz: Zur Behandlung von Entzündungen und Schmerzzuständen.
10. Sauerstoffinfusionen (Oxyvenierung)
Wirkung: Fördert die Sauerstoffversorgung des Gewebes und regt die Durchblutung an.
Einsatz: Bei Atemproblemen und chronischer Müdigkeit.
Behandlungsziele bei Post-COVID mit Infusionen
Energie und Vitalität steigern: Durch Unterstützung der Zellfunktion und Mitochondrien.
Immunsystem stärken: Zur besseren Abwehr und schnelleren Erholung.
Entzündungen reduzieren: Durch antioxidative und entzündungshemmende Wirkstoffe.
Stress und Nervensystem beruhigen: Mit Magnesium und B-Vitaminen.
Regeneration fördern: Unterstützt die Heilung von Gewebeschäden.
Wichtig zu beachten
Individuelle Anpassung: Die Infusionszusammensetzung sollte auf die individuellen Symptome und Nährstoffmängel abgestimmt werden.
Kombination mit anderen Therapien: Infusionen können mit physiotherapeutischen Maßnahmen, Ozontherapie, Hijama oder anderen Behandlungsansätzen kombiniert werden.
Fachkundige Durchführung: Infusionen sollten von qualifiziertem medizinischem Personal verabreicht werden.
Fazit
Infusionstherapien sind eine effektive Methode, um die Beschwerden des Post-COVID-Syndroms zu lindern und die Regeneration des Körpers zu unterstützen. Sie bieten gezielte Hilfe bei Fatigue, Immunschwäche, Atemproblemen und chronischen Entzündungen.
Me2.Vie-Therapie bei Post-COVID
Die Me2.Vie-Therapie ist ein modernes Verfahren aus der regenerativen Medizin, das bei chronischen Erkrankungen und Erschöpfungssyndromen eingesetzt wird. Sie basiert auf einem mehrstufigen Konzept zur Verbesserung der Mikrozirkulation, Zellregeneration und Immunmodulation.
Viele Post-COVID-Patienten leiden unter Symptomen wie:
- Fatigue und Erschöpfung (ähnlich ME/CFS)
- Kognitive Einschränkungen („Brain Fog“)
- Durchblutungsstörungen
- Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen
- Herz-Kreislauf-Beschwerden
Die Me2.Vie-Therapie setzt hier an, indem sie:
Mikrozirkulation verbessert → bessere Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der Zellen
Mitochondrien regeneriert → mehr Energieproduktion in den Zellen
Entzündungen reduziert → hilft bei Autoimmunreaktionen und chronischer Entzündung
Das vegetative Nervensystem reguliert → kann bei Dysautonomie (z. B. POTS) helfen
Wie läuft die Therapie ab?
- Diagnostik: Messung der Mikrozirkulation, Herzratenvariabilität (HRV), Mitochondrienfunktion
- Behandlung mit Elektrostimulation & Infusionen: Aktivierung der Zellregeneration
- Ernährungs- & Lebensstilanpassung zur Unterstützung der Heilung
Die Me2.Vie-Therapie wird oft als Teil eines ganzheitlichen Behandlungsplans eingesetzt, kombiniert mit Infusionstherapien (z. B. NADH, Vitamin C), Physiotherapie und Atemtraining.
Chelat-Therapie
Die Therapie basiert auf Chelatbildnern (z. B. EDTA, DMPS oder DMSA), die bestimmte Schwermetalle binden und über die Nieren ausscheiden. Sie wird oft als Infusion verabreicht und soll:
Gefäßentzündungen reduzieren (wichtig bei Post-COVID und Mikrothrombosen)
Schwermetalle ausleiten (z. B. Quecksilber, Blei – oft bei chronischer Erschöpfung relevant)
Mikrozirkulation verbessern → fördert die Sauerstoffversorgung der Zellen
Freie Radikale neutralisieren → kann oxidativen Stress reduzieren
Chelat-Therapie bei Post-COVID
Viele Post-COVID-Patienten leiden unter:
- Gefäßprobleme & Mikrothrombosen (durch Endothelschäden)
- Fatigue & Brain Fog (evtl. durch toxische Belastung)
- Autoimmunreaktionen & chronische Entzündungen
Einige Ärzte setzen EDTA-Chelat-Therapie ein, um die Endothelfunktion zu verbessern und den Körper zu entlasten. Besonders bei Long-COVID-assoziierter Durchblutungsstörung kann dies hilfreich sein.
Kombination mit anderen Therapien
Chelat-Therapie wird oft mit weiteren Methoden kombiniert, z. B.:
- Hochdosis-Vitamin-C-Infusionen (gegen oxidativen Stress)
- Mitochondrien-Therapie (Coenzym Q10, NADH)
- Ozontherapie oder IHHT (intermittierende Hypoxie-Therapie)
Risiken & Nebenwirkungen
- Nährstoffverlust: Chelate können auch wichtige Mineralien (wie Zink, Magnesium) binden → daher oft Kombination mit Substitution
- Nierenbelastung: Nicht geeignet für Patienten mit Niereninsuffizienz
- Erstverschlimmerung möglich
Fazit
Die Chelat-Therapie ist noch nicht offiziell als Post-COVID-Behandlung anerkannt, aber sie könnte bei bestimmten Symptomen helfen – besonders wenn Schwermetallbelastung oder endotheliale Dysfunktion eine Rolle spielen.
Die hier dargestellten Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Gesundheitsaufklärung und ersetzen keine individuelle ärztliche Untersuchung, Beratung oder Behandlung. Die Anwendung von Therapien erfolgt nach ärztlicher Indikation und Abklärung.





